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Stadt Wien erhält den Planlos Award 2015

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Für die kontinuierliche Weigerung, sich mit dem Thema der Public-Private-Partnership Verfahren auseinanderzusetzen, erhielt die Stadt Wien am Dienstagabend den Planlos Award 2015.

Wien, 1.10.2015: Der von der IG Architektur ausgelobte Planlos Award 2015 wurde am Dienstagabend im WUK Wien im Rahmen einer Festveranstaltung zum dritten Mal vergeben. Der Award zeichnet alle zwei Jahre eine Entscheidung aus, welche die Baukultur in Österreich nachhaltig negativ beeinflusst.

Nicht vollkommen überraschend wurde der Preis 2015 der Stadt Wien verliehen, und zwar für ihre kontinuierliche Weigerung, sich erneut mit dem Thema der Public-Private-Partnership Verfahren auseinanderzusetzen. In seiner Laudatio wies DI Peter Bauer, Präsident der Kammer der ArchitektInnen und IngenieurkonsulentInnen für Wien, Niederösterreich und Burgenland pointiert darauf hin, dass hier Kosten und Risiken falsch bewertet und in eine ferne Zukunft verschoben werden und dass die Qualität öffentlicher Bauvorhaben gefährdet ist. Er äußerte den Wunsch, dieser Award möge Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl motivieren, nach seiner Wiederwahl aktiv politische Verantwortung für dieses Thema zu übernehmen.

 

tl_files/planlos/planlos 2015/IG_Planlos-1_web.jpg     Sprecher Franz Denk, Sprechering Marion Gruber und Organisatorischer Leiter Matthias Finkentey begrüßen zum Planlos Award 2015
       
tl_files/planlos/planlos 2015/IG_Planlos-2_web.jpg     DI Peter Bauer (LAIK) hält die Laudatio auf die Gewinnerin, die Stadt Wien und ihre Unterstützung der PPP-Verfahren
       
tl_files/planlos/planlos 2015/IG_Planlos-6_web.jpg     Essayist Wolfgang Pauer hält die Festrede
       
tl_files/planlos/planlos 2015/IG_Planlos-7_web.jpg     Der Planlos Award 2015 im WUK Wien

 

 

Preisverleihung

Die besonders prämierten Planlosigkeiten 2015 werden im Rahmen einer Galaveranstaltung am 29.09.2015 ab 19:00 Uhr im WUK Wien bekanntgegeben.

planlos2015 - heuer zum dritten Mal!

Für die planloseste Entscheidung in der österreichischen Baukultur.

Zum dritten Mal haben nun ab 1. Juli 2015 alle BeobachterInnen von Planungsprozessen im Baubereich erneut die Möglichkeit, Entscheidungen zu nominieren oder für diese abzustimmen, die ihrer Meinung nach besonders planlos gewesen sind. Und zwar bis 15. September 2015.

Entscheidungen zu fällen ist ein hartes Brot für diejenigen, die entscheiden müssen. Gewinn und Verlust liegen nah beieinander - und es ist im Moment der Entscheidung nicht sichtbar, was letztlich herauskommen wird. Mut, gute Vorbereitung und Intuition sind Instrumente, die beim Entscheiden hilfreich sind.

Die Nominierenden erkennen daher in aller Regel – von denen es natürlich Ausnahmen gibt, nämlich aufgrund wirklich schlechter Vorbereitung und mit wirklich schlechten Absichten – an, dass es leichter ist, im Nachhinein zu nominieren als im Vorhinein zu entscheiden.

Das sind die Spielregeln des planlos2015.at Award. Er versteht sich seinerseits als Medium, Planungsentscheidungen zu reflektieren, darüber in Dialog zu treten und individuell und kollektiv zu lernen. 

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